Neubau eines Kindergartens in Wonneberg

Bauherr: Gemeinde Wonneberg
BGF: 1.443 m²
BRI: 5.700 m³
Nutzfläche NF: 1.098 m²
Lph HOAI:

1 – 9

Planungsbeginn: 2017
Fertigstellung: 2020

Der Kindergartenneubau versteht sich, in städtebaulicher Hinsicht, als Erweiterung des bestehenden Baukörpers der Grundschule. Dabei nimmt der Neubau die östliche Gebäudekante des Bestands auf und entwickelt sich nach Westen hin weiter. Dadurch werden drei Außenbereiche geschaffen, die den unterschiedlichen Nutzerzonen Kindergarten im Süden, Schule im Osten und Parkplatz im Nordwesten zugeordnet und räumlich voneinander entkoppelt sind.

Das zweigeschossige Gebäude wird über den nordwestlich orientierten Eingang erschlossen. Neben den Haupt- und Nebenräumen der Kinderkrippe befinden sich im Erdgeschoss auch der Personalbereich, das Elterncafé mit angegliedertem barrierefreien WC sowie der Mehrzweckraum. Dabei sind die Haupträume nach Süden ausgerichtet und bieten einen direkten Zugang zur Terrasse und dem Gartenbereich.

Im Obergeschoss sind die Haupt- und Nebenräume der beiden Kindergartengruppen, einschließlich Spielflur mit integrierten Garderobeninseln angeordnet. Ein großzügig gestalteter Spielbalkon nach Süden ist unmittelbar mit den Gruppenräumen verbunden und bietet auch im Obergeschoss einen nutzbaren und wertvollen Außenbereich.

Interessante Perspektiven für die Kinder schafft eine erhöhte Spielebene in den Gruppenräumen, welche die Höhe des offenen Dachraums ausnutzt. Die untere Ebene wird als Spielhöhle zum Rückzugsort umfunktioniert und mit der integrierten Küchenzeile bleibt eine aufgeräumte Raumaufteilung gegeben.

Im Untergeschoss befindet sich neben den Technik- und Lagerflächen die Mittagsbetreuung für die Grundschule mit Ausrichtung nach Osten zum Pausenhof der Schule.

Die Erschließung aller Geschosse erfolgt über ein zentrales Treppenhaus mit barrierefreiem Aufzug, das sich im Verbindungsbau zwischen dem Kindergartenneubau und dem bestehenden Schulgebäude befindet. Dabei werden die Geschosse des Neubaus mit den Ebenen des Bestandsgebäude verflochten. Wodurch ermöglicht wird, dass alle Ebenen der Schule barrierefrei erschlossen werden können und ein zweiter baulicher Rettungsweg für die Grundschule sichergestellt ist.